Der Nil – Lebensader in der Wüste
Mit 6.671 km ist der Nil der längste Fluss der Erde, meistens gesäumt von saftig grünen Ufern und paradiesischen Palmen. Doch ist er mehr als nur ein schöner Fluss, ist Ägyptens bedeutendste Reiseroute und Handelsstraße zugleich. Schon die Pharaonen ließen Granitblöcke für den Bau ihrer Grabmale per Boot transportieren. Vor allem ist er Quell des Lebens: Noch bis zum Bau des Assuan-Staudamms 1960 sorgten sintflutartige Regenfälle im äthiopischen Hochland für gewaltige Flutwellen, die den Wasserpegel um bis zu sieben Meter anhoben und fruchtbaren Schlamm auf die Äcker der Fellachen schwemmten.
Die Höchstmarken dieser ehemals jährlichen Nilschwelle sind noch heute am Nilometer zu sehen, dem uralten Wasserstandmesser auf der Insel Elephantine bei Assuan. Allerdings nur, wenn Sie eine Feluke anheuern und ganz nah heran fahren. Und wer jemals mit diesen traditionellen Seglern den Nil bereiste, wird dem Chronisten Herdot gewiss zustimmen: „Ägypten - ein Geschenk des Nils."

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